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Acht Wochen später

30.03.2018

Seit zwei Monaten befindet sich die IMOCA La Fabrique in ihrem Hangar in Lorient in der Bretagne. Die «Abbruch»-Arbeiten sind abgeschlossen, und Alan Roura, sein Team und die Projektdienstleister haben den Wiederaufbau des 60-Fuss-Einrümpfers in Angriff genommen. Gleichzeitig bereitet sich der Skipper auf die Route du Rhum 2018 vor. 

Im Hangar des La Fabrique Sailing-Teams gleicht kein Tag dem anderen: Seit dem 30. Januar 2018 hat sich die IMOCA von Alan Roura komplett verändert: Das Deck ist abgetakelt, abgeschliffen und gesichert; der Innenraum ist ausgehöhlt. Das gibt Platz für neue Elemente wie neue Relingstützen, eine verstärkte Winschsäule und neue Deckbullaugen. Gleichzeitig wird an der Deckgestaltung gefeilt, damit sie Alans Bedürfnissen entspricht. Rumpfseitig überholt das technische Team den Hubkiel und optimiert dessen Abdichtung. Und schon bald steht der nächste Schritt an, das Abschleifen des gesamten Rumpfes. Auch der Motor, bis anhin die Hauptenergiequelle des Boots, erhält eine Verjüngungskur; er wird generalüberholt, inklusive Neuverkabelung seines gesamten Stromkreises.  

Eine zentrale Akteurin des Foil-Projektes der La Fabrique ist die Firma Gepeto Composite. Ihr Auftrag ist es, das Boot mit einer leichteren Innenkonstruktion zu versehen und in ihrem Produktionswerk die Senken für die Foils bauen. Gleichzeitig werden die Foils produziert und durch JPS Production finalisiert. Bevor das Boot wieder zu Wasser gelassen wird, werden schliesslich die neuen North Sails-Segel geliefert.

Nächste Regatta ab dem 6. April

Bis zum Startschuss bereitet sich Alan intensiv auf die Route du Rhum vor: Er navigiert mit Sportkatamaran und Kite, absolviert zwei- bis dreimal pro Woche Fitnesstrainings, frischt seine Kenntnisse in den Bereichen Überleben und Sicherheit auf und absolviert diverse technische Weiterbildungen. All dies, ohne die Arbeiten an seinem Boot zu vernachlässigen: Stets legt er auch selber Hand an, um sich mit den Neuerungen an seinem Boot bestmöglich vertraut zu machen. 

Auch auf Wettkämpfe verzichtet er in dieser Zeit nicht gänzlich. Seine letzte Regatta war die Transat Jacques Vabre, seine letzte längere Fahrt die Überstellung der La Fabrique von den Azoren nach Lorient. Schon kurz darauf verspürte Alan wieder Sehnsucht nach dem Meer, und so hat er eine Einladung von Amélie Grassi, Newcomerin in der Mini-Klasse, angenommen. Gemeinsam werden sie die Plastimo Lorient Mini 6.50 bestreiten – für den früheren Mini-Segler eine Rückkehr zu seinen Ursprüngen! Er freut sich darauf, im Rahmen der Trainings wieder mehr Zeit auf dem Wasser zu verbringen – und natürlich auf diese 250-Meilen-Regatta im Duo. Sie wird ihm die Zeit verkürzen, bis er wieder am Steuer seines eigenen Boots in See stechen kann.

© Stéphane Eliot



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