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Roura verpflichtet Sébastien Audigane als Co-Skipper

22.03.2019


Alan Roura verpflichtet mit dem Franzosen Sébastien Audigane einen erfahrenen Co-Skipper. Zusammen mit dem 51-Jährigen aus Brest bereitet sich Roura auf die Transat Jacques Vabre im Oktober sowie auf die Vendée Globe 2020 vor.

Der 26-jährige Schweizer hat für seine dritte transatlantische Überquerung von Le Havre nach Salvador de Bahia den perfekten Co-Skipper gefunden. Sébastien Audigane ist ein erfahrener Segler mit einem eindrücklichen Palmares. Der Bretone nahm fünf Mal an der Trophée Jules Verne teil, und gewann 2005 und 2017. Ausserdem stellte er drei nordatlantische Rekorde auf, war 2010 Weltmeister der Ozean-Rekorde und beendete 2007 die Transat Jacques Vabre im 2. Rang.

«Sébastien war genau der Typ, den ich als Co-Skipper suchte», schwärmt Roura über seinen neuen Teamkollegen, «er ist jemand, der Ruhe und Wohlwollen ausstrahlt und es war sofort ein Vergnügen, mit ihm zu segeln.» Aus sportlicher Sicht könne Roura sehr viel von Audigane lernen: am Steuer, bei der strategischen und meteorologischen Navigation, den Einstellungen und vielem mehr. «Damit werde ich mich im Hinblick auf die Vendée Globe 2020 weiter verbessern können», ist der 26-jährige Genfer überzeugt.

Auch Sébastien Audigane freut sich darauf, sein Wissen weiterzugeben: «Ich habe schon mit 15 Jahren Segelunterricht gegeben, es fasziniert mich, meine Renn-Erfahrung mit anderen zu teilen. Es freut mich sehr, in Alans Team dabeizusein. Ein Team, welches Leistung und gute Laune sehr gut verbindet.» Audigane gibt zu, dass er nicht mehr so häufig mit der IMOCA-Bootsklasse gesegelt ist. «Ich wollte aber schon immer mit einer IMOCA bei einem Vendée-Globe-Projekt mitmachen. Ich kannte den Bootscaptain bei «La Fabrique», ich habe Alan in den Medien verfolgt, ich kannte das Boot. Es war daher klar, dass ich Alan angerufen habe, um ihm anzubieten, gemeinsam zu segeln.»

Cyril Cornu, Direktor von «La Fabrique» ist mit Rouras Wahl sehr glücklich. «Wir wussten nicht, mit wem Alan verhandelte, da dieser Personal-Entscheid allein seine Sache war. Aber letztlich sind wir nicht überrascht, da Sébastiens Profil Alans Temperament hervorragend ergänzt.»

«La Fabrique» nun für zehn Wochen im Trockenen

Roura und Audigane absolvierten bis vor kurzem Trainingseinheiten und Tests auf dem Wasser. Nun sind in den nächsten zehn Wochen Arbeiten auf «La Fabrique» geplant. Da das Einrumpf-Boot erst Anfang Juni wieder gewassert werden soll, bestreiten Roura/Audigane in der ersten Jahreshälfte keine Rennen. 

Ziel der zehnwöchigen Arbeiten sind Änderungen und Verbesserungen am Boot bis zum Sommer. Unter anderem wird eine Modifikation der Ballasttanks angestrebt. Das sind Grossraum-Wassertanks, die zur Stabilisierung des Boots und zur Optimierung der Navigation mit Meerwasser gefüllt oder geleert werden können. «Wir wollen erreichen, dass wir Anfang Juni das Boot so ins Wasser lassen können, wie es 2020 an der Vendée Globe starten wird», setzt sich der technische Direktor Gilles Avril ein hohes Ziel, «das lässt uns in den kommenden Monaten Zeit, alle Verbesserungen an Bord weiter zu verfeinern.»

Die Regatten

Nach den Trainings im Sommer und der Qualifikation zur Transat Jacques Vabre nehmen Alan Roura und Sébastien Audigane am 3. August am «Rolex Fasnet Race» teil. Danach steht am 18. September der «Défi Azimut» als letzter Test auf dem Programm, bevor sie am 27. Oktober die 7000 km der Transat Jacques Vabre zwischen Le Havre und Salvador de Bahia in Brasilien in Angriff nehmen. 


Foto © La Fabrique Sailing Team