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La Fabrique als Team – Teil 1/3: Alan Roura, Sébastien Audigane und Cie

22.05.2019


Da die Saison 2019 von La Fabrique mehrheitlich aus Zweihandrennen besteht, sind auch hinter den Kulissen mehrere Akteure an der Arbeit. Alan Roura und Sébastien Audigane an der Spitze der IMOCA; das übrige Team vor Ort oder in den Büros, zu Land oder auf See; als Duo, Trio oder Quartett.
La Fabrique, eine Teamleistung: erster Teil.

Zwei Männer auf einem Boot...

Transat Jacques Vabre, Rolex Fastnet Race, Défi Azimut: drei Rennen auf dem Programm, drei Zweihandrennen, die Alan Roura mit seinem Co-Skipper Sébastien Audigane bewältigen wird. «Wenn der Co-Skipper für die Transat Jacques Vabre gewählt wird, bedeutet das auch, die richtige Person auszuwählen, die das Team während der gesamten Saison begleiten wird», bestätigt Alan Roura. Ob im Training, während der Rennen oder der gesamten Vorbereitungsphase: man muss sich gut verstehen und eine gemeinsame Philosophie haben. Die Vision vom Leben und vom Meer hat Alan in Sébastien Audigane wiedergefunden, der ebenfalls Leidenschaftlich für das Meer und Sensibilität für die menschliche Dimension eines solchen Projekts trägt: «Das Team von La Fabrique besteht aus einem starken Kern von Alans Freunden und Helfern, die meine Erwartungen an den Austausch, die Leistung und die Freundschaft eines solchen Abenteuers erfüllen.» Neben diesen gemeinsamen Werten gibt es ein gemeinsames Leistungsziel – 30 Teilnehmer, darunter eine Vielzahl von Siegerkandidaten, die Hälfte von ihnen «Foilers» und eine Vielzahl neuer Boote: So weit wie möglich vorausspielen, das Gewicht mit ihren direkten Konkurrenten ziehen.... und natürlich viel Spass haben.

...Eine rechte und eine linke Hand in den Büros

Der Skipper, aber auch Firmenchef und Teammanager seines Projekts, Alan Roura, musste lernen, zu delegieren und sich mit kompetenten und vertrauenswürdigen Menschen zu umgeben. Seine rechte Hand ist Gilles Avril, Technischer Direktor, und seine linke Hand Delphine Largenton, Verwaltungs- und Finanzmanagerin. Der erstere unterstützt ihn bei technischen und sportlichen Entscheidungen, sie ihn täglich bei der Führung seines Unternehmens. Ein Trio, das sich für das reibungslose Funktionieren einer Boots- und Firmeneinheit einsetzt, in der alles miteinander verbunden ist. «Wenn ich auf See bin, geht das Leben an Land weiter und ich muss mich auf Gilles und Delphine verlassen können, die sich um die Firma und den Rest des Teams kümmern», sagt Alan. Die Tatsache, dass wir das gesamte Projekt intern leiten, gibt uns eine doppelte Verantwortung, sowohl sportlich als auch sozial. Deshalb war es wichtig, Menschen um mich herum zu haben, die die gleichen Werte und Visionen von Sport und Arbeit im Allgemeinen teilen wie ich.»

Die Baumfabrik

Innerhalb des kleinen Teams des La Fabrique Sailing Teams – fünf Mitarbeiter sind zusammen mit Alan das ganze Jahr über beschäftigt – können Rollen manchmal assoziiert, ausgetauscht und verbunden werden. Der reibungslose Ablauf des Projekts basiert daher auf einem System von Verzweigungen und vielfältigen Interaktionen. So steht Alan in Kontakt mit Gilles, aber auch in Kontakt mit dem technischen Team bestehend aus Cyril Enjalran (Boat Captain) und Alexis Monier (Technical Trainer). Als Skipper, und nicht nur als «Pilot», ist Alan in der Tat bestrebt, sein Projekt vollständig zu leben und beteiligt sich so aktiv wie möglich an allen Projekten von La Fabrique. Immer so nah wie möglich an seinem Team.

Neben der eigenen Vorbereitung und der seines Bootes ist es eine weitere Aufgabe des Schweizer Skippers, Sponsoren zu finden und seine Partnerschaften zu fördern. Eine Aufgabe, die er im Duo mit Aurélia Mouraud, Leiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, wahrnimmt, um die Kontrolle über sein Image und das seines Projekts zu behalten.

Foto © Jean-Guy Python



PORTRAITS: WENN ICH WÄRE...

ALAN

Wenn ich ein Boot wäre.... Wäre ich ein altes Boot im THONIER-Stil. Diese Boote haben gelebt, haben eine Seele und eine lange Geschichte... oder ich wäre eine MINI 6.50, ein etwas verrücktes Boot, das aber viel Freude bereitet.

Wenn ich ein Rennen wäre.... wäre ich die ROUTE DU RHUM, denn bringt die besten Segler der Welt zusammen und ist für alle eine Herausforderung.

Wäre ich ein berühmter Seemann.... dann wäre ich FRANCIS JOYON, weil er nie aufgibt und immer noch einer der wenigen ist, der es uns trotz der mittlerweile verstrichenen Zeit auf altmodische Weise und fast allein zeigt.

Wenn ich ein unverzichtbares Objekt auf See wäre.... Wäre ich ein Messer: Es ist das, was dein Leben retten kann.

SÉBASTIEN

Wenn ich ein Boot wäre.... wäre ich ein COTRE AURIQUE, oder ein GRAND MULTICOQUE: 110 Jahre trennen sie, aber es sind immer noch die zwei Segelboote, auf denen ich oft mit viel Freude segle.

Wäre ich ein Rennen.... dann wäre ich die TROPHY JULES VERNE. Die Weltumrundung um die drei Kap ist einfach magisch, es ist der Traum vieler Segler. Die Südsee, Antarktis, man geht wann man will und ohne dass es Regeln gibt.... Das gefällt mir.

Wenn ich ein berühmter Seemann wäre.... wäre ich FRANCIS JOYON, weil er wusste, wie man bescheiden, einfach und schrecklich effektiv bleibt.

Wenn ich ein unverzichtbares Objekt auf See wäre.... wäre ich ein Messer, denn die sammle ich: Ich bin ein Fanatiker, jedes Mal, wenn ich um die Welt gehe, kaufe ich ein Neues!

Fotos © Christophe Breschi / La Fabrique