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Alan Roura auf Vendée-Globe-Kurs

17.02.2020


Am 8. November fällt der Startschuss zur 9. Austragung der Vendée Globe, der härtesten Einhand-Regatta der Welt. Zum zweiten Mal mit am Start ist der 27-jährige Genfer Skipper Alan Roura. Gemeinsam mit dem «La Fabrique Sailing Team» nutzt er die verbleibenden Wochen und Monate, um sich optimal auf das grosse Rennen vorzubereiten.

Aktuell gilt die Aufmerksamkeit den Arbeiten an Rouras Boot «La Fabrique». Das 60-Fuss-Einrumpfboot soll einer der Trümpfe in Rouras zweiter Vendée-Globe-Kampagne werden. Bei seiner Premiere vor vier Jahren segelte er mit einem der ältesten Boote der gesamten Teilnehmer-Flotte um die Welt. 

«2020 wird zur grossen Herausforderung für unser Boot», so Gilles Avril, technischer Direktor des Teams, «darum wollen wir nichts dem Zufall überlassen und für maximale Zuverlässigkeit sorgen.» Neben einer vollständigen Überprüfung des Rumpfes und weiterer Strukturelemente gehören deshalb auch Ultraschalltests zum Programm der kommenden Wochen, in denen man generell darauf hinarbeitet, das Boot langsam in den Vendée-Globe-Modus zu versetzen. 

Nach den Erfahrungen von vor vier Jahren wird auch darauf hingearbeitet, Skipper Alan Roura so gut wie möglich vor dem direkten Kontakt mit den Elementen zu schützen. Im Rahmen seiner Vendée-Globe-Premiere 2016 gab es noch keine Möglichkeit, das Cockpit komplett abzudecken. Dies hatte zur Folge, dass Roura ständig durchnässt war. Nun stehen die Vorzeichen besser.  Dank einer mit dem Architekturbüro Finot-Conq konzipierten grösseren Abdeckung wird es in diesem Jahr gelingen, den Schutz für den Skipper zu erhöhen, was sich positiv auf Rouras Leistungsfähigkeit auswirken dürfte. Roura wird sich dadurch während seiner Ruhezeiten ins Trockene zurückziehen und erholen können. «2016 hatte ich ehrlich gesagt nicht so viel Spass,» gibt der Genfer zu, «ich war ständig durchnässt und übermüdet.» Optisch wird das Boot auf alle Fälle Akzente setzen. Der an die Partnerschaft mit «La Fabrique» angelehnte Keks-Look wird spätestens bei der Präsentation Mitte März für Aufmerksamkeit sorgen. 

Mehrere Regatten als Vorbereitung 

Körperlich konzentriert sich Roura zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung vor allem darauf, Ausdauer, Kraft sowie seine Tiefensensibilität an Bord zu verbessern. Yoga gehört dabei ebenso zur täglichen Routine wie Wetter- und Wasserarbeit. Zudem hat er sich für die Zeit, in der an der «La Fabrique» noch gearbeitet wird, ein zweites Boot zugelegt. «Figaro 3» ermöglicht es ihm, auch jetzt an seinem Gefühl auf dem Wasser zu arbeiten und gleichzeitig an Wettkämpfen auf höchstem Niveau teilzunehmen. Mitte März bestreitet er die «Solo Master CoQ», gefolgt von der «Solo Concarneau» Anfang April. Der erste Start mit der neuen «La Fabrique» ist am 10. Mai im Rahmen des «Transat CIC» vorgesehen. Die beiden letzten Vorbereitungsrennen finden schliesslich Mitte Juni (New York – Vendée) sowie vom 9. bis 13. September (Défi Azimut in Lorient/FRA) statt.



Das Programm von Alan Roura 2020

13. bis 22. März: Solo Master CoQ (Figaro 3)
30. März bis 5. April: Solo Concarneau (Figaro 3)
10. Mai: Transat CIC (erster Start mit La Fabrique)
16. Juni: New York – Vendée (La Fabrique)
9. bis 13. September: Défi Azimut in Lorient (La Fabrique)
8. November: Vendée Globe (La Fabrique)


Foto © Christophe Breschi



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