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Youngster mit grossen Ambitionen

19.03.2020

Als einziger Schweizer und jüngster Teilnehmer der Geschichte schrieb sich Alan Roura Anfang 2016 als Neuling für die Vendée Globe ein. Vier Jahre später kehrt der junge Segler nach Sables d’Olonne zurück – immer noch als jüngster Teilnehmer, aber mit deutlich grösseren Ambitionen.

Mit seinem frischen Auftreten wurde Alan Roura 2016 bei seiner ersten Vendée Globe zum Liebling des Publikums und der Medien. Mit der Konkurrenz konnte der damals 23-Jährige sportlich zwar nicht mithalten, Respekt verdiente er sich dennoch. Denn Roura startete damals mit einer Vorbereitungszeit von nur 11 Monaten und einem Mini-Budget von weniger als 400'000 Franken zur Vendée Globe, auf dem Boot «Superbigou», das mit Jahrgang 2000 fast so alt war wie er selbst. Seine erste Weltumseglung beendete der Genfer nach 105 Tagen im 12. Rang. Er blieb damit dicht hinter Konkurrenten mit deutlich neueren Booten. 

Vier Jahre Vorbereitung

Die neunte Austragung der Vendée Globe 2020 steht unter ganz anderen Vorzeichen. Der inzwischen 27-jährige Skipper von «La Fabrique» bereitet seine zweite Teilnahme bereits seit 2017 vor. Das erneute Engagement von La Fabrique, Swisspro und Prodis sowie die neuen Partner Pemsa, MM Packaging und Emmi Group haben es Alan Roura ermöglicht, auf lange Sicht zu planen und auf vier Saisons verteilt mehrere Regatten an Bord seiner neuen IMOCA zu bestreiten. Ein erfahrenerer Alan Roura in Topform startet daher zu seiner zweiten Solo-Weltumseglung.

Kein Anfänger mehr

Mit seinen 27 Jahren ist Alan Roura auch 2020 der jüngste Teilnehmer, aber kein Anfänger mehr.  Mit sieben Transatlantik-Überquerungen an Bord von «La Fabrique» hat der Schweizer viel Erfahrung gesammelt. «Ich habe zwar immer noch nicht das schnellste Boot, aber ich habe meines 100 Prozent im Griff», verweist Alan Roura auf seine Stärken, «Ich weiss, was es heisst, alleine während mehrerer Monate auf See zu sein, ich kenne die Meere der südlichen Hemisphäre. Die Vendée Globe ist ein Marathon und diese grosse Distanz kommt mir entgegen.» 

Der Genfer verzichtet auf eine rangmässige Zielsetzung: «Die Zahl der Konkurrenten ist sehr hoch und es ist noch ungewiss, wie anfällig die acht neuen Boote im Teilnehmerfeld sein werden. Ich ziehe es vor, mir als Zielsetzung 80 Tage auf See zu setzen.» Bei der letzten Vendée Globe erreichten die Segler auf den Plätzen vier bis sechs das Ziel nach 80 Tagen.

«Auf dem Papier müsste ein Dutzend Boote das Rennen vor mir beenden», hält Alan Roura fest, «aber vor vier Jahren hätte niemand darauf gewettet, dass ich Zwölfter werde. Gleichzeitig ist es auch möglich, dass ich dieses Mal weniger gut klassiert bin, obwohl mein Rennen schneller war. Ich möchte einfach besser sein als vor vier Jahren – und mit meinem Ziel von 80 Tagen dürfte sich das auch in der Rangliste auswirken.»

Programm und Rennen mit IMOCA «La Fabrique»

10. Mai: The Transat CIC
Solo-Transatlantik-Überquerung von Brest/FRA nach Charleston/USA 

16. Juni : New York - Vendée
Solo-Transatlantik-Überquerung von New York/USA nach Les Sables d’Olonne/FRA

9. bis 13. September : Défi Azimut in Lorient/FRA
Geschwindigkeits-Runs im Team
Lange Solo-Regatta
Team-Rekordversuch rund um die Ile de Groix 

8. November : Vendée Globe in Sables d’Olonne/FRA 
Solo-Weltumseglung, nonstop und ohne Hilfe 


Programm und Rennen mit « Figaro 3 »

16. März : Solo Maître CoQ in Sables d’Olonne/FRA
Zwei Tage mit kurzen Läufen
Lange Regatta über 350 Meilen 

> VERSCHIEBUNG

2. April : Solo & Duo Guy Cotten in Concarneau/FRA
Regatta über 380 Meilen – zusammen mit Gwénolé Gahinet 



6x bei Wettkämpfen : Transat Jacques Vabre 2017 - Route du Rhum 2018 – Rekord Nordatlantik-Überquerung 2019 - Transat Jacques Vabre 2019 - The Transat 2020 - New-York Vendée 2020 
1x bei Überführung : Rückfahrt nach der Route du Rhum 2018

⚠️ Aufgrund der Covid-19-Epidemie wird der IMOCA-Kalender für die Saison 2020 möglicherweise einige Änderungen erfahren. Weitere Informationen gibt es bis Ende März.


Foto © Christophe Breschi  



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