route-du-rhum-ich-habe-mich-weiterentwickelt
21.11.2018


Am Montag hat Alan Roura die Transatlantik-Einhand-Segelregatta Route du Rhum in der Bootsklasse Imoca auf dem hervorragenden siebten Platz beendet. Nach 15 Tagen und knapp 2,5 Stunden erreichte der Genfer Skipper mit seinem Einrumpfboot La Fabrique das Ziel in Guadeloupe. 

Roura hat viel gelernt und zieht Bilanz:

«Ich hatte einen guten Start mit einer guten Platzierung und positionierte mich in der Mitte der Flotte. Später reduzierte ich die Segelfläche und versuchte das Boot gut zu managen. Zwischenzeitlich segelte ich auf dem vierten Platz. Ich in der «Liga der Grossen – welche Freude, ein herrliches Gefühl! Leider war es nur von kurzer Dauer. Der Wind liess nach, ich hatte einige Probleme auf dem Boot und Reparaturen waren nötig. Bevor ich den Azoren entkommen konnte, blieb ich gar stecken. Ein grosser Stress. Ich kam zwei Tage lang nur auf zwei Knoten, während die Konkurrenz davonzog. Ich konnte nichts machen. Auch meine neuen Foils waren da keine Hilfe.

Dann begann der eigentliche Sprint. Ich hielt Kurs auf Guadeloupe, verlor aber Teile meines Spinnakers. Gleichzeitig wollte ich unbedingt meinen siebten Platz retten, gab alles. Die letzten drei Tage waren die intensivsten Tage meines Segler-Lebens.

Im Ziel waren die Gefühle unbeschreiblich. Viele Menschen waren da und gratulierten mir. Ich habe es geschafft, ein weiteres grosses Ziel erreicht.»

Alan Roura über den Kurs:

«Ich wusste, dass die ‹Route du Rhum› ein Sprint ist und bin froh, dass ich das Tempo von Anfang bis Ende halten konnte. Meine Leistung hat mir bewiesen, dass ich mich weiterentwickelt habe. Ich habe einen weiteren Meilenstein erreicht. Die Regatta war dazu eine der besten Schulen.»

Über das Boot:

«Es war eindeutig kein Rennen für Folierer. Aber ich habe eine ‹Verbindung› zu meinem Boot gefunden und weiss nun immer mehr darüber, wie ich es gut zum Segeln bringen kann.»

Wie es nun weiter geht:

«Nach zahlreichen Medienterminen bin ich froh um eine kleine Pause. Ich nehme hier in Pointe-Pitre am 26. November an den Preisverleihungen teil, zusammen mit meinem Team. Dann geht es zurück nach Frankreich. Auf unserer Basis in Lorient steht der Winterumbau an. La Fabrique wird gereinigt und weiter optimiert. Dabei werden Arbeiten fortgesetzt, die wir dieses Jahr begonnen haben. Mein persönliches Training nehme ich ebenfalls wieder auf. 2019 ist noch nicht im Detail geplant. Am Horizont sehe ich aber bereits die Transat Jacques Vabre und natürlich den Vendée Globe im Jahr 2020.»

> FAITS DE COURSE : ALAN RACONTE SES AVARIES CACHÉES <


Foto © Christophe Breschi / La Fabrique Sailing Team