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Transat Jacques Vabre : Kurs verstehen

25.10.2019


4.350 Meilen: Die Strasse ist lang, aber kostenlos. Bis auf fünf kleine Sperrzonen stören keine Kursmarkierungen das strategische Spiel. 

Von Le Havre nach Ushant: Erste Kapitalrunde (250 Meilen)

Der Rennstart verlangt von den Seglern, die sich seit zehn Tagen in Le Havre auf den Start vorbereiten, folgendes: zahlreiche Manöver, Segelwechsel, viel Betrieb und somit höchste Konzentration. Dazu eine knifflige Taktik mit starken Strömungen und drei Sperrzonen die es einzuhalten gilt.

Anschliessend gilt es beim Abstieg von 3450 Meilen (Ouessant-Pot au noir)

das Azorenhoch und die Passatwinde gut zu managen. Ist das überstanden, geht es darum, die gute Front zu suchen. Das kann westlich von Madeira, den Kanaren und oder bei den Kapverdischen Inseln sein. Falls die «direkte Route» gewählt wird, dann passieren die Boote schneller am Kap Finisterre (Westküste von Galicien).

Eine Herausforderung wird dann der Äquator

der im November etwa sieben bis acht Grad nördlicher Breite liegt. Das bedeutet, dass die Flauten in dieser Jahreszeit schneller ihre Position wechseln, sich ausdehen oder eben zusammenziehen. Auch wenn hier die modernste Technologie eingesetzt wird, eine Vorhersage ist sehr schwierig.

Bei den letzten 850 Meilen nach Salvador de Bahia

gilt es herauszufinden: Flaute oder Angriff? Die letzten Meilen der südöstlichen Passatwinden der sündlichen Hemisphäre wirkt wie eine Befreiung. Doch bevor das Tempo wirklich gut ist, werden die rauen Meere die Konzentration nach dieser Anstrengung der letzten Tage nochmals alles abverlangen. Eine Ankunft in der Nacht, in der Bucht «aller Heiligen» erfordert nochmals höchste Konzentration.

Oder anders gesagt: es wird nicht gespielt bis zum ersten Caïpirinha!

 

Quelle : transatjacquesvabre.org



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